Romane & Thriller

Kinderbücher

Sachbücher

0 In Allgemein/ Eisele Verlag/ Roman

Marie Brunnthaler: Wolf

Im Jahre 1820 im Südschwarzwald bei einem Kloster in der Nähe des Dorfes Schrötten wird ein etwa 15-Jähriger Junge gefunden. Er spricht zunächst nicht und man hält ihn für zurückgeblieben. Seine Schönheit aber nimmt alle in seinen Bann. Nach einem Vorfall muss er das Kloster verlassen und eine Bauersfamilie im nahegelegenen Ort nimmt ihn auf. Dort ist der Vater nach einem Arbeitsunfall gelähmt und die alte Bäuerin führt den Hof. Gabriel, so hat man den Jungen genannt, hilft mit auf dem Hof und fällt vor allem durch sein medizinisches Wissen und Können auf. Er kann nicht erklären, woher er kommt und weswegen er vieles weiß. Als die Bäuerin sich in ihn verliebt, beginnen mysteriöse Vorfälle im Dorf.

Wolf Cover

Ein nur kurzer Roman, der durch seine Kulisse und Geschehnisse gruselig ist. Das abgelegene Bergdorf ist eine ideale Kulisse und die etwas andere Geschichte über Täuschungen, Enttäuschungen und schließlich Rache entfaltet sich hervorragend. Die ganze Geschichte hat von Anfang an eine geheimnisvolle Stimmung und es baut sich eine Spannung auf, obwohl letztlich nicht viel passiert.

Ein überragender Roman, den man kaum aus der Hand legt. Sehr gut geschrieben, man taucht völlig in das beschwerliche Dorfleben und das Klosterleben ein und man verfällt als Leser fast ebenso dem geheimnisvollen schönen Gabriel. Sehr zu empfehlen!

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0 In Allgemein/ Thriller

Elias Haller: Küstenstill

Es beginnt mit einem Bild auf Instagram: eine bestialisch zugerichtete Frauenleiche ist dort zu sehen. Der in seine Heimat zurückgekehrte Kommissar Hardy Finkel hat gleich am ersten Tag mehr zu tun, als ihm lieb ist. Gemeinsam mit seiner neuen Partnerin Greta Silber sucht er den Tatort und schon bald wird das nächste, ähnlich verstümmelte Opfer gefunden. Die Suche nach einem Serientäter und der Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Je mehr die beiden finden, um so klarer wird es, dass der Täter es auf Hardy Finkel persönlich abgesehen zu haben scheint.

Küstenstill cover

In diesem Buch geschieht verdammt viel! Kaum ist das eine Opfer da, schon gibt es Hinweise auf ein nächstes Verbrechen. Eine Grausamkeit jagt die nächste. Dazu kommen Details aus der Vergangenheit der handelnden Personen und vom Kommissar, die ebenso grausig sind. Gleichzeitig gibt es viele Verdächtige, die aber immer alle kein so rechtes Motiv zu haben scheinen und meist dann auch Alibis. Die Kommissare und der Leser tappen im Dunkeln. Es ist grundsätzlich sehr spannend geschrieben und man hat als Leser keine Chance, den Täter zu finden. Aber es ist zu viel Stoff für ein Buch. Alles wird angerissen, jede Menge Verdächtige tauchen kurz auf, werden wieder verworfen. Keine Spur wird wirklich gründlich und lange untersucht, man rast durch das Geschehen. Am Ende steht man mit einem Täter da, der für mich einfach nicht passte. Die Frage, wie dieser all die Taten so begehen konnte, wie er zu dem werden konnte, wird zwar erzählt, aber es war mir zu unglaubwürdig.

Am schlimmsten aber war das Verhalten zwischen den Kommissaren. Das Greta Silber ihren neuen Kollegen sofort mit Sugar anredet und der sich darüber nicht mal wundert, fand ich unmöglich. Die beiden scheinen sich zwar auf Anhieb zu verstehen, aber vor allem ihre private Beziehung machte so gar keinen Sinn und trug nur zur weiteren Verwirrung bei.

Eine interessante sowie spannende Story, die leider etwas überfrachtet wurde mit viel Brutalität. Man liest das Buch leider nur zu Ende, weil man unbedingt wissen will, wer dahinter steckt.

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0 In Allgemein/ Biographie/ Sachbuch/ Suhrkamp

Lindsey Fitzharris: Der Horrer der frühen Medizin

Joseph Listers Kampf gegen Kurpfuscher, Quacksalber & Knochenklempner

Die Biographie über Joseph Lister, erschienen im Suhrkampverlag 2017, ist mir dieses Jahr auf der Buchmesse über den Weg gelaufen. Angesprungen hat mich ganz klar das geniale Cover, aber auch der Klappentext hat mein Interesse geweckt. Joseph Lister gilt als Begründer der hygienischen Chirugie und lebte zu einer Zeit im 19. Jahrhundert als von Sauberkeit oder gar Keimfreiheit in OP-Sälen noch nicht die Rede sein konnte.

Horrer der frühen Medizin - Cover

In ihrem Buch beschreibt Lindsey Fitzharris sehr anschaulich – und damit ich meine ich wirklich SEHR – die Zustände in den Krankenhäusern in Großbritannien im 18. und 19. Jahrhundert. Diese detailreichen Erzählungen über die Operationsmethoden sind definitiv nichts für schwache Nerven, aber sehr anschaulich. Joseph Lister erkannte, dass die hohe Sterblichkeit nach Operationen vor allem aufgrund von Infektionen erfolgte, welche sich die Patienten während und nach der OP im Krankenhaus zuzogen. Er begann dies zu dokumentieren, zu forschen und selbst zu testen. Dabei hat er sehr viel gearbeitet, geforscht und hatte immer mehrere Anstellungen. Es gibt einen kleinen Exkurs im Buch zu seinem Privatleben – welches aber auch letztlich im Schatten seiner Forschung stand. Lister hat sehr gekämpft für seine Thesen und um Anerkennung.

Die Biographie ist gut zu lesen, perfekt recherchiert und mit Quellenangaben / ausführlichen Nachweisen versehen. Sicherlich lebt dieses Buch – wie auch die äußere Aufmachung schon andeutet – viel vom Grauen, dass damals in den Krankenhäusern herrschte. Aber es ist ebenso faszinierend zu sehen, wie Lister sein ganzes Leben dafür kämpfte, bessere Operationsmethoden und mehr Sauberkeit in die Krankenhäuser zu bringen. Eine großartige Biographie und gleichzeitig schockierend – dies ist eine sehr schöne Mischung und macht dieses Taschenbuch zu einer echten Entdeckung!

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0 In Allgemein/ blanvalet Verlag/ Roman

Alex North: Der Kinderflüsterer

Allein der Titel und das Titelbild sorgen schon für Grusel und das nicht zu Unrecht. Kinder hören ein Flüstern und werden entführt. Insgesamt 5 Kinder wurden vor 20 Jahren in Featherbank getötet. Tom Kennedy und sein Sohn Jake kommen neu in die Stadt und interessieren sich zunächst nicht für die alten Geschichten. Doch schon bald beginnt sich Jake merkwürdig zu benehmen und spricht davon, ein Flüstern zu hören. Ist der Kinderflüsterer zurück? Ist Jake in Gefahr?

Coverbilder Der Kinderflüsterer

Alex North vermag es, das Haus und die Nachbarhäuser sehr bildlich zu beschreiben und erzeugt einen guten Spannungseffekt. Man hat selbst beim Lesen Angst. Die Geschichte ist gut durchdacht, einige kleinere Dinge / Andeutungen bleiben am Ende zwar offen, aber der Showdown ist verständlich und überzeugend. Leider ein ganz klein wenig unrealistisch, dass sich Angehörige so in Gefahr begeben, aber vielleicht wächst man ja in so einer Situation über sich hinaus. Auch das man schon vor dem Ende den Täter kennt, reduziert die Spannung. Im Mittelpunkt stehen dann eigentlich eher die Beziehungen und Einflüsse von Eltern auf Ihre Kinder.

Angekündigt ist das Buch mit „Der Spannungsroman der letzten 10 Jahre“ – dies ist ein klein wenig hoch gegriffen. Das Buch hat kleinere Längen und die Auflösung kommt etwas zu früh, nichtsdesto trotz finde ich es eine geniale Idee und lesenswert.

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0 In Allgemein/ Heyne Verlag/ Roman

Emily Gunnis: Das Haus der Verlassenen

Emily Gunnis „Das Haus der Verlassenen“ ist nichts für schwache Nerven. Auch wenn dieses Buch „nur“ ein Roman ist, hat es doch Züge von einem Kriminalroman und das beschriebene Unheil nimmt einen als Leser sehr mit. In Sussex wird 1956 die junge ledige Ivy Jenkins schwanger. Ihr Stiefvater entscheidet, dass sie in St. Margarets Heim für ledige Mütter gehen und dort ihr Kind zur Welt bringen soll. Ihre Mutter widerspricht nicht und so kommt sie in dieses Heim, indem unfassbare Zustände herrschen.

Das Haus der Verlassenen - Cover

Das Buch wechselt kapitelweise zwischen den verschiedenen Zeitsträngen von 1956 und 2017 und ich musste mich beim Lesen sehr konzentrieren, um die Handlung immer wieder einordnen zu können. Die Beziehungsgeflechte unter den Protagonisten sind ziemlich komplex und zum Teil verwirrend, auch wenn mir schon recht früh klar war, was mit Elvira passiert ist. Die Schreibweise ist spannend und gleichzeitig mitfühlend. Als Leser ist man schockiert von den Zuständen in dieses Mädchenheimen. Am Ende des Buches gibt Emily Gunnis noch zusätzlich Quellenangaben zu ihrem Buch, aus denen hervorgeht, dass zwar der Plot selbst eine erfundene Geschichte ist, nicht aber die Heime und die Verbrechen in selbigen.

Für mich ist dieses Buch ein Lese-Highlight. Sehr gute Geschichte, spannend aufgebaut mit dem Perpektivenwechseln und es fesselt einen bis zum Schluß. Zudem bewegt einen die Geschichte und macht einen neben fassungslos ebenso traurig. Ein Roman, den man nicht nur „schnell“ liest , sondern der einen auch im Nachhinein bewegt. Klare Leseempfehlung!

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0 In Allgemein/ C. Bertelsmann/ Roman

Susanne Kliem: Lügenmeer

Susanne Kliems „Lügenmeer“ ist ein fast schon klassischer Roman über eine Gruppe Freunde und einen Todesfall von vor vielen Jahren. Wie es so oft ist, es nagt an allen irgendwie und es wurde nie richtig aufgekärt…

Lügenmeer-Cover

Der Klappentext fasst es sehr gut zusammen:

„Früher waren sie das Traumpaar der Jugend-Clique: der beliebte Magnus und die schillernd-faszinierende Milla. Und Svenja, die beste Freundin von beiden, als dritte im Bunde. Bis Milla bei einer nächtlichen Party im Freizeitbad auf mysteriöse Weise ums Leben kommt. Magnus gilt schnell als der Schuldige, wird ohne handfeste Beweise aus seiner norddeutschen Heimatstadt vertrieben. Neunzehn Jahre später kehrt er als erfolgreicher Anwalt zurück, um endlich die Wahrheit herauszufinden. Svenja fiebert dem Wiedersehen entgegen und hat gleichzeitig Angst: Was hat Magnus vor? Wird er die alten, kaum verheilten Wunden wieder aufreißen? Und wie soll sie ihm erklären, dass sein schlimmster Kontrahent von damals ihr Ehemann geworden ist? Schritt für Schritt entlarvt Magnus das Gespinst von Lügen, das über der Todesnacht liegt. Und löst damit, ohne es zu ahnen, eine neue Katastrophe aus …“

Das aktuelle Geschehen wird aus Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt und dabei immer wieder von Rückblenden ebenfalls aus Sicht der verschiedenen Protagonisten unterbrochen. Nach und nach bekommt man so ein Bild von den Ereignissen in jener Nacht und von der Schwimmbadparty. Dazu werden noch weitere Geheimnisse offenbart, die es eben so in einer Jugendclique gibt.

Der ganze Thriller ist eher simpel aufgebaut und zwar bemüht, Spannung aufzubauen, aber gleichzeitig auch vorhersehbar. Zudem plätschert das ganze Geschehen relativ lange dahin, bis endlich die finale Schwimmbadparty-Nacht zum Thema wird. Ich fand das ganze Buch leider eher mäßig spannend und habe nur aus Neugier durchgehalten. Eine schöne Romanidee mit Längen und leider einem nicht sehr überraschenden Ausgang.

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0 In Allgemein/ Fischer Taschenbuch/ Kriminalroman

Kate Penrose: Nachts schweigt das Meer. Ein Krimi auf den Scilly-Inseln

Ein eher leichter, unterhaltsamer Kriminalroman ist „Nachts schweigt das Meer“ von Kate Perose. Ben Kitto, ein Polizist, der eine Auszeit braucht, kehrt dafür auf seine Heimat Insel zurück. Doch kaum ist er da, ist es mit der Ruhe schon vorbei. Die 16-Jährige Laura wird vermisst. Alle im Ort suchen sie und man findet alsbald leider ihre Leiche. Ben Kitto bietet sich der lokalen Polizei als Hilfe an, die dort dankend angenommen wird. Die wenigen Einwohner der Insel werden nun nach und nach verhört. Letztlich kann es nur ein Inselbewohner gewesen sein, da der Schiffsverkehr an den fraglichen Tagen eingestellt war.

Nachts schweigt das Meer Cover

Ich fand die Geschichte leider etwas langatmig. Die Inselatmosphäre blieb für mich eher blass, ich konnte mich nicht hineinversetzten in das kalte, raue Wetter. Das Ben Kitto ermitteln durfte, fand ich zudem auch sehr ungewöhnlich, da er viele persönliche Beziehungen zu den Inselbewohnern hat als ehemaliger Bewohner und selbst natürlich theoretisch auch verdächtig hätte sein müssen.

Ben Kitto schleicht über die Insel, findet stückchenweise Geheimnisse heraus und irgendwann auch den Tatvorhergang. Das alles geschieht für mich schleppend langsam und die Spannung ist eher schwach. Eine nette Urlaubslektüre, mehr aber für mich leider nicht.

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0 In Allgemein/ C. Bertelsmann/ Thriller

Amy Gentry: Wie du mir so ich dir

StandUp Komikerin Dana lernt nach einem Auftritt Amanda kennen. Die beiden Frauen verstehen sich sofort und freunden sich zunächst lose an. Schnell wird klar, dass beide schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht haben und jede Menge Wut und Hass in Ihnen brodelt. Amanda macht den Vorschlag, Rach zu üben – und zwar am jeweils anderen Peiniger – sozusagen über Kreuz. Beide haben eine Liste mit Namen und ein mörderisches Spiel beginnt.

Amy Gentry: Wie du mir Cover

Der Thriller lebt nicht nur von der Spannung, ob die Rache gelingt, sondern vor allem von der Figur Amandas. Sie taucht scheinbar zufällig auf und doch scheint sie viel mehr zu wissen und Dana genauer zu kennen, als diese es ahnt. Als Leser wundert man sich schon recht früh, wieso Dana so blind Amanda vertraut und sich in das „Spiel“ hineinziehen lässt. Irgendetwas stimmt mit Amanda nicht und Stück für Stück kommt man dem Geheimnis näher.

Mir war schon ab 2/3 des Buches klar, wer der wahre Böse in der Runde ist und ich wollte vor allem Dana so einige Male schütteln. Der Plot ist aber gut durchdacht und hat vor allem gegen Ende einige Wendungen, die den Thriller verdammt spannend machen. Schön auch, dass es mit einem längeren Epilog endet, welcher die Geschehnisse ein Jahr später beschreibt. Hier holt die Handelnden nochmal die Vergangenheit ein, so dass man das Gefühl hat, das Grauen endet ja nie. Dies verleiht dem Buch ein schönes, rundes Ende.

Sympathisch war mir keiner der Hauptpersonen so richtig. Männer werden durchweg als fies und gemein und nur auf Mißbrauch von Frauen aus, dargestellt. Eine sehr einseitige Sichtweise. Frauen sind klischeehaft blond und naiv. Selbst Dana verstellt sich für ihre Bühnenshow als blondes Dummchen. Also jede Menge Klischeealarm!

Trotzdem kann ich das Buch empfehlen, da der Spannungsbogen vor allem gegen Ende echt Klasse genmacht ist. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und das macht ja schließlich einen guten Thriller aus.

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0 In Allgemein/ Fischer Taschenbuch/ Roman

Neal & Jarrod Shusterman: Dry

„Dry“ handelt von der 16-jährigen Alyssa, ihrem Bruder Garret, deren Nachbar Kelton und der rebellischen Außenseiterin Jacqui. Alle erleben in Kalifornien den „Tap Out“ – eine gewaltige Dürreperiode an deren Höhepunkt in ganz Kalifornien das Wasser abgedreht wird. Eines Tages kommt beim Aufdrehen des Wasserhahns einfach kein Wasser heraus und es ist kein techischer Defekt. Ein wahrer Alptraum! Der Wettlauf um Leben und Tod und vor allem um das restliche Wasser entbrennt.

Shusterman: Dry. Cover

Eine Dystopie und doch so nah am Leben. „Dry“ ist ein unfassbar gutes und aktuelles Buch. Beim Lesen bekommt man so ein Grauen und Angst, das dies nicht nur eine düstere Zukunftsvision ist, sondern genau so geschehen kann. Gesellschaftskritisch beschreiben die Autoren – Vater & Sohn – in diesem Jugendbuch die Auswirkungen von Klimawandel und zeichnen ein vorstellbares Szenario.

Man kann nicht mehr aufhören zu lesen, man fiebert mit Alyssa und deren Schicksalsgemeinschaft mit, ob die Rettung und das Überleben gelingt. Ein wenig nervt die Altklugheit von den Jugendlichen, aber die Ideen zur Wasserbeschaffung sind durchaus interessant. Ein bewegendes Buch mit viel Nachgang. Schnell gelesen, aber nicht schnell aus dem Kopf zu bekommen, da die Dystopie zu schnell Realität werden könnte. Lesen!

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1 In Allgemein/ Piper/ Roman

Tabea König: Hurentochter – Die Distel von Glasgow: Historischer Roman

Tabea Königs Roman „Hurentochter – Die Diestel von Glasgow“ ist Auftakt einer Triologie spielend im viktorianischen Zeitalter. Der historische Roman ist dabei aber in sich abgeschlossen.

Tabea Koenig: Hurentochter Cover

Im Jahre 1876 in Glasgow möchte Emily an der Seite von Liam und ihrer Freundin Christine ein respektables Leben beginnen, fern vom blühenden Laster des Bordells, in welchem sie als Spross einer Hure aufwächst. Doch dann wird ihre Mutter ermordet und Emilys Leben auf eine harte Probe gestellt. Um den Schuldigen am Mord ihrer Mutter zu überführen, muss sie zuerst ihren Namen reinwaschen. Allerdings landete ihre Mutter einst verletzt und ohne Gedächtnis in Glasgow und verdingte sich als Hure. Emily kennt ihren wahren Namen nicht und begibt sich mit Liam auf die Suche nach ihrer Vergangenheit.

Detailreich und anschaulich wird das Aufwachsen von Emily im Bordell beschrieben. Ihre Suche nach ihren Wurzeln verfolgt der Leser gespannt und man fragt sich, ob sie letztlich zu ihrem Recht & wahren Namen kommen wird. Dramatisch ist das Buch allenfalls in Liebesdingen, sonst eher ein netter historischer Roman zum Zeitvertreib. Gut durchdacht, etwas fantasievoll – aber dafür ist es ja auch eine erfundene Geschichte. Insgesamt ein solider Roman und guter Auftakt der Triologie.

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