Bikini Bootcamp

Rezension und Erfahrungsbericht zu:

Das Bikini-Bootcamp: Das Intensivprogramm zum Abnehmen – mindestens eine Kleidergröße weniger in 21 Tagen

von Silke Kayadelen

In einer spontanen Minute habe ich mir dieses Buch bestellt. Es überzeugte mich online zunächst durch die Rezensionen und durch die Rezepte. Die waren so in meine Essensrichtung, weswegen ich mir dachte, dass wäre was. Beim ersten durchblättern vom Buch erschlug mich dann das Sportprogramm. So viel hatte ich da nicht erwartet. Aber nun gut, das Buch war da, der Wille (noch) ungebrochen, also auf geht´s. Am Ende der 3 Wochen schreibe ich dann noch eine allgemeine Rezension zu diesem Buch. Hier aber erstmal ein paar meiner täglichen Gedanken 😉

Tag 0

Wenig Essen, Wiegen und Fotos machen steht auf dem Programm. Nachmittags habe ich schon das erste Mal richtig Hunger. Reiße mich mühsam zusammen. Die Fotos sollen das Vorher im Bikini festhalten. Erstaunlicherweise find ich mich auf den Bildern gar nicht so schlimm. Erste Zweifel?! Abends eine Tasse Gemüsebrühe genieße ich wie nur möglich. Tja…der Hunger siegt. Eine Wiener kommt um 22 Uhr dazu.

Tag 1

Sport geht los. Nach dem Smoothie am Morgen trainiere ich 20 min mit DVD. Danach bin ich den Rest des Tages krank. Ich bin völlig am Ende. Ess- und Schlafmangel. Das Mittagessen baut mich wieder etwas auf. Schmeckt auch der Familie. Kommt ins Familienkochbuch. Ich schleppe mich durch den Tag.

Tag 2

Es geht wieder auf Arbeit. Mit höllischem Muskelkater. Und das nach nur einer statt drei Einheiten Sport! Mittagessen heute war praktischerweise etwas zum Mitnehmen. Schmeckt dafür aber Null. Die erste Mandelration bringt mich bis zum Feierabend. Und ich bin immer noch müde. Nachmittags dann Sport. Trotz Muskelkater schaffe ich 2 Einheiten, dass Krafttraining immer noch nicht. Meine Muskeln brennen. Abends sitze ich vor einer Schüssel Gemüse. Neben mir wird Käsebrot gegessen. Ich werd verrückt! Das Kind verdrückt 3 Brötchen, 1 Wiener, 1 Milka Schokojogurt und einen Babybel. (Und hat dabei immer noch ein Sixpack – am Bauch wohlgemerkt.) Ich gehe sehr früh ins Bett.

Tag 3

Ich wache ausgeschlafen auf und der Muskelkater ist weniger. Der gestern neu trainierte Bereich (Bauch) tut gar nicht weh. Ich bin doch kein hoffnungsloser Fall. Das Frühstück vom Buch gibt es trotzdem ab sofort nicht mehr. Zum einen sind es oft Smoothies, die ich einfach nicht mag und zum anderen habe ich morgens keine Zeit (Lust?) noch ewig was zuzubereiten. Es gibt wieder Porridge mit 150 Kalorien und etwas Zucker. Das sichert auch die Laune. Komplett zuckerfrei will mich keiner erleben. Mittags muss der Rest von Tag 1 ran, wäre sonst schade drum. Frage mich, wie flexibel man sein darf…Dazu gibt es nämlich nur wenig Angaben im Buch. Wenn ein Gericht einem nicht liegt, soll man einen „Notfall-Smoothie“ nehmen. Für mich im Alltag nicht praktikabel. Dafür habe ich mir heute extra Gemüse zum zwischendurch Knabbern mitgenommen. Denn Gemüse darf man so viel wie man will. Komme mir langsam vor wie ein Kaninchen.

Tag 4

Startet wieder mit wahnsinniger Müdigkeit trotz 8 Stunden Schlaf. Aber immerhin ist die Essenration mittags ausreichend groß und an das zwischendurch Möhren knabbern gewöhne ich mich langsam. Abends steht aber „nur“ eine Suppe auf dem Plan. Vom Trainingsprogramm habe ich die Hälfte geschafft. Es geht voran. Nur das ewige Gemüse zehrt etwas an meinen Nerven. Ein paar Seiten weiter habe ich aber das erste Mal Lachs entdeckt 😍 (Über was man sich nicht alles freut.)

Tag 5

Kein Gejammer heute, erstaunlich munter, muskelkaterfrei und satt. Verdächtig…Sport soll man nach dem Buch übrigens 3x am Tag machen. Morgens und abends je 2 Einheiten von der DVD, die etwa 20 Minuten dauern und dazwischen Krafttraining mit 5-6 Übungen, je Übung so 10-15 Wiederholungen und das Ganze dann 4 Sätze. Also man muss ganz schön Zeit haben, würde ich sagen, da man ja danach auch kurz durchatmen muss und sich frisch machen sollte. Ich habe momentan nur am späten Nachmittag Zeit, weswegen ich kurzerhand alles zusammen mache (nicht im Sinne der Erfinder sicherlich). Dabei liegen mir die DVD-Übungen viel mehr als das Krafttraining. Das ist nach wie vor meine Achillesferse.  Ich schaffe gerade einen Durchgang/Satz. Sind wir mal gespannt, ob das reicht für ein messbares Ergebnis.

Tag 6

Okay, es tut nichts mehr weh und das Sättigungsgefühl ist wieder da. Das Frühstück (ein Käsebrot!) habe ich kurzerhand zum Abendessen umfunktioniert. Die Mahlzeiten am Tag zu tauschen oder wegzulassen, ist erlaubt. Wie man über so was einfaches wie Käsebrot schon happy sein kann *hihi* Heute hatte ich das erste Mal null Bock auf Sport und mein Körper hat dann auch beim 3. Programm der DVD ein herzliches Dankeschön gesagt. Ich saß mit Schwindel am Boden. Morgen ist Wiegetag. Herrje, bin ich gespannt 🙂

Tag 7

In den Fernsehshows ist immer dramatische Musik und Applaus. War in meinem Bad heute morgen irgendwie nicht. Das üben wir nochmal! Aber dafür war das Wiege-Ergebnis positiv: – 2 kg. Gut, ich vermute fast, dass es zum Großteil einfach nur entwässern ist, aber schön ist es ja trotzdem. Die Essenslage heute war eher mäßig – wir schweigen darüber. Unterwegs ist das Programm recht schwierig duchzuziehen. Sport lief gut, Krafttraining bleibt aber bei einem Durchgang. Ich finds eben auch mega langweilig. Was bei diesem festen Plan fürs Essen aber gut ist: man kauft schneller ein und lässt sich nicht so leicht verführen. Angesicht der Oster-Süßigkeiten-Front vor der Kasse eine echte Challenge!

Tag 8

Die Grippe ist bei uns angekommen. Mein Mann liegt darnieder. Alles bleibt an mir hängen und die Nächte sind durchwachsen. Daher bleibt weniger Zeit für alles. Da aber Sonntag ist, will ich zumindest das Sportprogramm schaffen. Morgensport klappt, Krafttraining immerhin 2 Sätze. Nachmittags geht es mit Kind auf dem Basketballplatz. Ich habe Bauchweh vor Hunger und komm nur noch mässig voran. Frieren tue ich auch wahnsinnig. Kein Sport mehr heute.

Tag 9

Wieder schlecht geschlafen und der Sport von gestern hat Megamuskekater in Schultern ausgelöst. Ergebnis: Verspannungskopfschmerz der erste Klasse. Meine Motivation ist im A…..Abends gibt es vorbeugend Hühnersuppe statt eigentlichem Essensplan.

Tag 10

Gefühl wieder besser, Sport zumindest zu 1/3 erledigt. Mehr schaffe ich zeitlich nicht, da ich ja mehrere Essen koche. Mein eigenes Abendessen, Mittag für Morgen, Abendessen Kind und Frühstück Kind, Abendessen Mann. Organisation ist alles…muss ja auch alles eingekauft werden. Ich frag mich echt wie das mit Arbeiten und Familie alles gehen soll.

Tag 11

Irgendwie bin ich jetzt mit dem Essensplan durcheinander. Hier kommt dann eine – wie ich finde – Schwäche des Buches. Es ist einerseits ja schön, einen vorgegebenen Speiseplan zu haben und sich keine Gedanken zu machen, aber der Vorschlag, wenn einem ein Essen nicht passt, dann einen Shake zu trinken, finde ich bäh. Ich hätte Angaben, warum genau das Essen heute und welches als Variante zum Austausch wäre, besser gefunden. Um eben auch den Hintergrund des Essens zu verstehen – also warum ist heute Ei, Thunfisch oder eben nur Salat dran. So wird einem das einfach vorgegeben. Die Zutaten sind ja größtenteils okay und machbar, aber die Hirse hat mich tatsächlich dann 3 Supermärkte (und entsprechend Zeit) gekostet, bis ich sie hatte. Das ist semi-optimal. Sport heute übrigens auch, weil ich Schmerzen in den Bronchien habe und mit Husten anfange.

Tag 12

Tada! Ich habe mich trotz all dem gesunden Essen nicht erwehren können. Ich habe eine Grippe und liege vollkommen flach. Damit ist das Bootcamp hinfällig. Interessanterweise habe ich trotz Grippe Hunger und esse jetzt erstmal, worauf ich Appetit habe. Ich muss ja irgendwie zu Kräften kommen.

7 Tage später

Grippe geht langsam ihre Wege…meine Kraft kommt langsam wieder. Die letzte Woche nichtstun und nur im Bett liegen, war nicht nur langweilig, sondern auch Rücken kontraproduktiv. Von restlicher Form wahrscheinlich ganz zu schweigen. Gewicht ist nochmal runter um rund 1 Kilo. Ich schaue mal, wie ich langsam wieder mit Bewegung anfangen kann. Zunächst erstmal Rückensport *arrr*

Nun stellt sich aber wirklich die Frage – an Punkt 0 zurück oder bei Tag 11 wieder einsteigen. Da die Form dahin ist, bleibt wohl nur ab zu Beginn. Da ich das letzte Mal am Wochenende begonnen habe und damit ganz gute Erfahrungen gemacht habe, steht der Reset übermorgen an. Auf ein neues…Bis Tag 21 werde ich wegen Urlaub aber auch diesmal nicht kommen, aber vielleicht wenigstens etwas mehr zur Bikinifigur 🙂