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Susanne Popp: Die Teehändlerin

Eine unglaubliche Themenvielfalt wird hier geboten: Naturforschung, Reisen, Emanzipation, Frauenrechte, Sängertreffen, Revolution, Goethe, Frankfurt – ach ja und Tee.

Leider verliert sich die Geschichte in so vielen Nebenthemen, dass tatsächlich der Tee reichlich kurz kommt. Friedericke, die taffe und natürlich überaus kluge und schöne Frau vom Tee-Kaufmann Ronnefeldt, schmeißt nicht nur den Haushalt, die Familie mit 5 Kindern, sondern mal eben noch den Teehandel, als ihr Mann Tobias auf Forschungsreise nach China geht. Hier wird schon mit sehr viel Klischees und sehr viel Überhöhung gearbeitet. Etwas weniger Auftragen, dafür aber mehr beim eigentlichen Thema bleiben, hätte dem Roman gut getan.

Durch die vielen Themen ist aber genügend Stoff für weitere Bände – einer Saga – gegeben, auch wenn einige Entwicklungen schon jetzt sehr vorhersehbar sind. Der Spannungsbogen ist überschaubar, durch endlose Beschreibungen von Sitzungen und vor allem von Frankfurt wird so einiges dem Leser abverlangt.

Ich habe leider irgendwann mehr quer gelesen als wirklich intensiv und war ein wenig enttäuscht, dass das Thema Tee nur ein Randthema war entgegen dem Titel.

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