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Susanne Hasenstab: Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus

Ein besonders schrilles Cover begrüßt den Leser von „Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus“. Diese Buchgestaltung fällt definitiv ins Auge und lässt schon erahnen, dass hier ein eher seichter und fröhlicher Roman zu erwarten ist. Mein persönlicher Geschmack ist dieses Cover so gar nicht, aber bei Hardcovern kann man es ja so wunderbar abmachen und darunter versteckt sich ein neutrales grünes Layout.

Coverbild Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus.

Susanne Hasenstabs Roman wird aus der Sicht von Katja erzählt, einer jungen Frau, die Germanistik studiert hat und nach einem Praktikum bei einer Gratis-Zeitung – dem Sonntags-Blitz – dort als Redaktionsassistentin in Teilzeit hängen bleibt. Ihr Kollege Herr Böhmann ist reichlich sonderbar, aber irgendwie liebenswürdig und beide verbringen jeden Tag ihre Mittagspause in unterschiedlichen Restaurants oder Imbissen. Hier gehen die absurden Erlebnisse von Katja schon los, die Beschreibungen z. Bsp. des griechischen Restaurants oder des Asiarestaurants kommen einem bekannt vor und sind soo typisch. Die Autorin versteht es, diese Klischees amüsant aufs Korn zu nehmen und man hat sofort ein Bild vor Augen. Die Protagonistin Katja lebt in einer Beziehung mit Jonas, der die gemeinsame Zukunft samt Einfamilienhaus plant. Er studiert Immobilienangebote und besucht Musterhaus-Ausstellungen, die Katja reichlich langweilig findet. Ihre Eltern warten nur auf Enkel und ihre beste Freundin Inga wartet auf Erleuchtung. Alles in allem also der normale Wahnsinn, der hier mit viel Humor porträtiert wird.

Der Leser stolpert gemeinsam mit Katja durch deren planloses Leben und erlebt kuriose Zusammenkünfte. Dabei ist – wie bei solchen Frauenromanen ja meist – das Ende schon früh absehbar und das geheimnisvolle Geschehen auf der Langen Nacht der Musterhäuser ist so offensichtlich, dass ich mich schon fragte, wie dämlich hier die Hauptfigur ist.

Der Roman ist unterhaltsam, hat viele skurrile Typen, deren Beschreibungen sehr lustig sind und die Ereignisse wie die Soirees und die Party bei Inga sind so absurd, dass das Lesen durchaus Spaß macht. Einen großen Anspruch darf man allerdings nicht haben bzw. ein originelles Ende sollte man nicht erwarten. Es ist ein nettes Buch zur Unterhaltung für Zwischendurch mit ein paar kleineren Längen, wo ich zum quer Lesen übergegangen bin.

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