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Sam Lloyd: Der Mädchenwald

Elissa wird bei einem Schachturnier in der Pause auf dem Parkplatz entführt. Sofort setzt eine große Suche nach dem Lieferwagen ein, aber zunächst in den alles entscheidenen ersten Stunden findet sich keine Spur. Erst fast 3 Tage später taucht ein Video von ihr auf Youtube auf und nun wird klar, die Polizei sucht einen Serientäter, der schon mehrere Kinder entführt hat, aber noch nicht gefasst wurde. Mairead als leitende Ermittlerin geht bis an ihre Grenzen und nimmt die Suche sehr persönlich. Sie will Elissa unbedingt lebend zu ihrer alleinerziehenden Mutter zurückbringen.

Der Mädchenwald Cover

Erzählt wird die Geschichte aus 3 Sichten: Elissa, wie sie entführt und in einem Keller gefangen gehalten wird, Madreid, die ermittelnde Polizistin und aus der Sicht von Elijah. Er ist der interessanteste und undruchschaubare Part der Geschichte. Elissa wird von ihrem Entführer – den sie Ghul nennt – versorgt bzw. wenn sie nicht spurt, dann entsprechend bestraft. Elijah wiederrum besuchtt sie ebenfalls im Keller und warnt sie vor dem Ghul. Elissa sieht ihre Chance gekommen, dass Elijah ihr zur Flucht verhilft oder zumindest Hilfe holt, aber irgendetwas scheint mit ihm nicht zu stimmen. Er scheint auf der Seite des Entführers zu stehen und dann doch nicht…

Jede Menge Fragezeichen im Kopf was die Figur von Elijah betrifft und dies macht den Thriller ungemein spannend. Auch Elissa, die für ihr Alter sehr clever ist und recht schnell versteht, was sie tun muss, um zu überleben, faziniert. Man fiebert so sehr mit und wünscht sich einen guten Ausgang für sie. Die mehr mit ihrer eigenen Gesundheit befasste Polizistin Mairead hingegen ist der eher merkwürdige Teil der Story. Ihre Nebengeschichte hätte ich überhaupt nicht gebraucht. Lediglich ihre Verbissenheit ist sehr überzeugend.

Insgesamt ein tolles Thema mit einem super spannendem Ausgang / Finale und vor allem Elijahs Geschichte hat mich ehrlich überrascht. Leider wird das Motiv und Handeln vom Entführer nur sehr am Rand bzw. gar nicht so recht erklärt. Es macht dieses ganze Buch unrund, weil einem etwas fehlt. Auch der Verbleib der anderen Kinder und wieviele dies nun genau waren, bleibt im Nebel. Dies fand ich etwas schade. Trotzdem eine klare Leseempfehlung von mir, da hier wirklich mal ein interanter, spannender Plot verarbeitet wurde, der auch viel Thrillerleser überraschen kann!

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