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Meg Wolitzer: Die Interessanten

Wunderbar! Eine wahre Entdeckung und auf jeden Fall empfehlenswert für jeden, der ein klein wenig mehr Anspruch an Unterhaltungsliteratur stellt. Wer Jeffrey Eugenides „Middlesex“, Jonathan Franzen “ Die Korrekturen“ oder John Irving „Das Hotel New Hampshire“ kennt und mag, ist mit „Die Interessanten“ auch bestens aufgehoben!

Hauptfigur Jules kommt als Teenie über ein Stipendium in ein Sommercamp der Künste, welches sonst eher den wohlhabenden Kindern offensteht. Hier freundet sie sich zufällig mit drei Jungs und zwei Mädchen an. Sie treffen sich auch nach dem Sommercamp immer wieder – da aber fast immer nur bei den wohlhabenden Geschwisterkindern Ash und Godmann Wolf. Um diese herum spinnt sich nun auch die Geschichte, die über mehrere Jahrzehnte erzählt wird.

Dabei wechselt die Perspektive von der Ich-Erzählerin Jules und einem neutralen Erzähler. Der Leser erfährt, wie neidisch doch Jules auch sein kann, während sie nach außen immer nett und beste Freundin bleibt. Die Lebensläufe der sechs Menschen kreuzen sich über die Jahre immer wieder und der Leser spürt förmlich, wie ein Geheimnis innerhalb der Gruppe aufzufliegen droht und die heile Welt zusammenbrechen lassen wird.

Allein dieser Spannungsbogen läßt einen die gut 600 Seiten wie im Fluge lesen und mit Jules mitfiebern. Unbedingt lesen!

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