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Carola Dunn: Miss Daisy und der Mord unter dem Mistelzweig

Wie an Titel und Cover unschwer zu erkennen, spielt dieser Kriminalroman um die Weihnachtszeit. Die Familie trifft zusammen und ein Mord geschieht – quasi eine schon fast klassische Geschichte, die aber immer in ihrer Ausführung anders und spannend sein kann. Carola Dunns „Miss Daisy und der Mord unter dem Mistelzweig“ ist nicht unbedingt wahnsinnig originell, aber durchaus spannend und unterhaltsam geschrieben.

Miss Daisy und der Mord unter dem Mistelzweig. Coverbild.

Daisy Dalrymple ist die Hauptperson und Ehefrau vin Alec Fletcher, der seines Zeichens beim Scotland Yard arbeitet. Beide verbringen die Weihnachtstage mit ihrer Familie bei Verwandten. Um das prächtige Anwesen in Cornwall ranken sich alte Geistergeschichten, ein Teil des Hauses ist nur noch wirklich bewohnbar. Es zieht ein Wintersturm auf und die Atmosphäre im eingeschneiten Gutshaus ist angespannt, denn schon bald kommen gut gehütete Familiengeheimnisse zum Vorschein. Und eines Morgens liegt im Schnee eine Leiche.

Daisy fängt sofort an, herum zuschnüffeln und zu belauschen, um dem Mörder und dem Mordmotiv auf die Spur zu kommen. Ihr Mann – von dem Anfangs niemand weiß, dass er beim Scotland Yard ist – ermittelt ebenso inkognito. Alte Familiengeschichten werden Stück für Stück ausgebreitet. Alles in allem eine ganz nette Unterhaltung bei Wind und Wetter und einer guter Tasse Tee. Mich hat Daisy ein klein wenig genervt mit ihrer Ehefrau-Rolle („Darling“…) , andererseits ist der Schreibstil und Spannungsbogen aber durchaus gut. Auf den Mörder kommt man auch nicht so schnell bzw. ist überrascht. Auf jeden Fall eine gute, kurzweilige Unterhaltung, die ohne großes Blutvergießen / Brutalität auskommt.

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