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Isabel Aigen: Pest und Cholera.

Vor längerer Zeit schon habe ich das Buch „Pest und Cholera“ von Isabel Aigen gelesen. Der Nordfriesland-Krimi ist der Auftakt einer ganzen Reihe von Mordfriesland-Krimis (sehr schönes Wortspiel!).

Start des Krimis ist gleich ein brutaler Mord an einem Tierarzt. Hinterlassen wurde der Spruch „Unus pro omnibus“ (Einer für alle) auf der Garage. Da der Tierarzt Freund der Massentierhaltung war und diese ganz offen unterstützte, sind schnell einige Feinde ausgemacht.  Kaum später verschwindet eine Pharmavertreterin und ein Politiker kündigt seinen Besuch an. Immer wieder tauchen zudem neue Graffiti gegen Massentierhaltung auf. Die Polizisten sind quasi im Dauereinsatz, um die Geschehnisse aufzuklären und den Politiker zu bewachen.

„Pest und Cholera“ ist ein solider Kriminalroman mit Lokalkolorit von Nordfriesland. Die Spannung ist von Anfang an da und die Charaktere sind sympathisch.  Die Familiensituation vom Polizisten nimmt viel Raum ein, stört aber nicht. Ganz im Gegenteil, es werden die Probleme, welche durch spontane Überstunden entstehen können, sehr realistisch dargestellt und eben auch die Gedanken und Sorgen, die das bereitet. Man hat es hier also nicht mit dem unnahbaren coolen Polizisten zu tun, sondern eher dem Typ von nebenan.

Die Spannung hält sich bis zum Schluss, der Täter kam für mich überraschend und Orte und Handlungen sehr gut beschrieben. Die Thematik Antibiotika in der Tierhaltung spielt eine Rolle im Buch und man erfährt interessante Hintergrundinformationen ebenso wie über Pest und Cholera. Alles in allem ein solider Kriminalroman, der vor allem Fans vom Norden und Lokalkrimis gefallen wird.

 

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