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Bernhard Kreutner: Der Preis des Lebens

Spannung von Beginn an und eine echt grausige Story! Reiche Geschäftsleute und Politiker bezahlen dafür, schneller ein Spendenorgan zu bekommen. Wie dieses beschafft wird, ist denen offenbar egal. Ein Ärztepaar – Andre Keller und Eva Vekete – hat einen internationalen Organhandel der besonderen Art erschaffen: während er in einer Schweizer Klinik die Operationen zum Einsetzen der Organe durchführt, ist sie für die Beschaffung der Organe zuständig. Eva hat eine Datenbank erschaffen, mit derer Hilfe sie den idealen Spender finden kann. Diese Person wird dann gezielt angesprochen unter Vortäuschen falscher Tatsachen und letztlich wird das benötigte Organ entnommen, der Rest entsorgt. Sie ist skrupelos und von ihrer Unfehlbarkeit überzeugt. Er hingegen wird immer recht schnell nervös und hat Angst, dass es auffliegt. Eines Tages geschieht eine Unachtsamkeit bei der Beseitigung der Leiche vom Organ“spender“ und die Polizei schöpft Verdacht.

Der Preis des Lebens Cover

Durch das Verweben in höchste Kreise ist es der Polizei nur schwer möglich, zu ermitteln. Mit einigen Täuschungsmanövern und Schutzmaßnahmen gelingt es aber, dem Organhandel immer mehr auf die Spur zu kommen. Die beiden Wiener Ermittler Michael Lenhart und Sabine Preiss, beide strafversetzt, bilden auf ihre Art ein gutes Team und kommen sich auch persönlich näher.

Der Krimi zeigt ein grauenvoll mögliches Szenario auf. Genau das macht dieses Buch aber aus – das man sich all das auch im realen Leben vorstellen könnte und es so unfassbar erschreckend wäre. Die Ermittlungen sind gut nachvollziehbar und man fiebert regelrecht mit. Abwechselnd wird aus der Prespektive vom Ärztepaar und von den Kommissaren berichtet. Man erfährt so, wie lange sich vor allem Eva völlig sicher ist, nicht verfolgt zu werden und mit ihrer Methode durchzukommen.

Ein wirklich spannendes und gelungenes Buch um ein aktuelles Thema.

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