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Andreas H. Schmachtl: Tilda Apfelkern. Die Freunde vom Heckenrosenweg

Tilda Apfelkern ist eine kleine Maus, die ihr Häuschen am Heckenrosenweg gleich am Fußes des Kirchturms hat. Ihre Freunde sind der etwas muffelige Rupert, die im Postladen wohnende Molly und viele andere kleine Mäuse, Eichhörnchen, Kaninchen, Vögel und Igel. In ihren Geschichten erlebt Tilda fast jeden Tag eine neue Überraschung. So fliegt sie mit einem Heißluftballon, entdeckt einen Leuchtturm, babysittet eine ganze Entenschar, richtet ihr Haus neu ein und rettet Molly aus einer verzwickten Lage. 
Alle Geschichten sind dabei immer fröhlich und positiv formuliert. Die Spannung ist wohl dosiert und es gibt keine Gruselmomente. In Tildas Welt ist alles in Ordnung, schön und lässt sich alles lösen. Am Ende sitzen alle fröhlich Tee trinkend bei ihr. Allen Geschichten ist eines gemeinsam – es wird betont, wie wichtig Freunde sind und wie hilfreich. Ohne ihre Freunde wäre es für Tilda nur halb so schön auf der Welt.
Andreas H. Schmachtl hat sowohl die Texte geschrieben als auch die Illustrationen gezeichnet. Die Geschichten (Kapitel) sind zwischen 4 und 6 Seiten lang, also eine ideale Guten-Nacht-Geschichten Länge. Die Geschichten sind meist in sich abgeschlossen und bauen nur selten direkt aufeinander auf, so dass man immer wieder gut hereinfindet. Die Illustrationen sind großzügig, auf fast jeder Seite findet sich eine Kleinigkeit, aber es gibt auch ganze Seiten mit einem Bild. Dabei sind die Bilder sehr liebvoll gezeichnet, mit kleinen Details und wirklich schön anzusehen. 
Die Verarbeitung des Buches ist sehr stabil und hochwertig. Der Buchrücken ist mit Stoff bespannt, so dass viele Lesestunden möglich sind. Einband ist mit Pappe, die einzelnen Seiten sehr stabiles Papier. Ein Lesebändchen ist auch vorhanden, farblich perfekt passend zum Buchrücken.
Für mich ist dieses Buch einfach süß. Die Bilder sind liebevoll, die Texte zum Schmunzeln schön und sie lassen einen so manchen Ärger vom Tage gut vergessen. Ich lese es sehr gern vor – aber der kleine Wehrmutstropfen kommt: mein Sohn mag es nicht wirklich. Vielleicht sind die Themen etwas zu sehr Frauen-/Mädchenlastig (Einrichten vom Haus z. Bsp.), aber ich bin ja kein Freund von Klischeees 🙂 Und ab und zu darf ich es vorlesen, weil er sich freut, wenn ich mich freue. Tja – quasi alle glücklich wie bei Tilda…
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