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Ute Glaser: Die Elterntrickkiste

…So bekommen Sie Zahnputzverweigerer, Gemüseverächter und alle anderen Widerständler spielend in den Griff.
So der vielversprechende Untertitel dieses Ratgebers. Das Buch ist schon etwas länger in meinem Besitz und wird immer mal wieder zu Rate gezogen. Durchgelesen ist es recht schnell, da es sehr großzügig in Kapitel unterteilt ist und sehr große Überschriften enthält, aber eher kurze Texte. Man kann querlesen bzw. einfach darin stöbern. Gekauft habe ich das Buch nach einer Empfehlung einer Zeitschrift. Ich hatte mir innovative Ideen und die Lösung für so manch kleines oder auch großes Problem erhofft.
Die behandelten Themen sind Sprache, Konsequenz, Miteinander, Beim Essen, Im Bad, Im Kinderzimmer, Schlfen, Unterwegs und universale Rezepte für viele Zwecke. Die Autorin vertritt durchweg den Ansatz, Kinder klare Regeln zu geben und konsequent zu sein. Hier bin ich ganz bei ihr. Was ich aber vermisst habe, sind wirklich neue Ansätze oder Ideen. Vieles war mir schon klar, manches selbstverständlich. Nur weniges hat mich wirklich zum Reflektieren vom eigenen Handeln gebracht und ich habe auch nur wenige Tipps wirklich ausprobiert. Gut und wichtig finde ich, dass man das Wort Nein sparsam verwenden sollte und anderseits nicht mit Lob sparen sollte. Das vergisst man doch zu leicht im Alltag. 
Negativ ganz klar die Verhaltensregeln beim Essen – bis hin zum propagierten Aufessen. Aber man muß ja nicht alles umsetzen, was in einem Buch steht und kann sich selbst heraussuchen, was zu einem passt.
Ich finde dieses Buch durchaus hilfreich, da es viele verschiedene Themen behandelt, einen schnellen Überblick bzw. gezieltes Lesen der Tipps ermöglicht. Nicht alle Ideen sind innovativ oder neu, aber die Mischung an Ratschlägen ist durchaus gelungen. Bei einigen Ratschlägen hatte ich mir mehr Tiefgang gewünscht – z.Bsp. wie man einen Trinkverweigerer animiert. Hier ist ihre Idee nur ein Trinkspruch, Zuprosten und selber Vormachen. Das funktioniert aber eben nur kurzzeitig und ist in meinen Augen keine wirkliche Lösung. 
Ich tue mich etwas schwer mit einer Empfehlung für dieses Buch. Es ist nicht der schlechteste Elternratgeber, den ich kenne, aber eben auch nicht 100% hilfreich. Vielleicht am besten einfach mal selbst reinblättern und schauen, ob einem diese Tipps weiterhelfen.
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