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Romina Casagrande: Als wir uns die Welt versprachen

Die 90jährige Edna steht im Zentrum dieses Romans. Sie macht sich noch einmal von Südtirol auf den Weg nach Deutschland über die Alpen. Wie damals, als sie als sogenannte Schwabenkinder zum Arbeiten versendet wurde. Sie will hier ihren Jugendfreund Jakob noch ein letztes Mal sehen, der schwer krank ist. Während dieser Reise, welche Edna zu Fuß angeht, macht sie die unterschiedlichsten Begegnungen. Dabei gerät die Geschichte etwas ins Kuriose und hat für meinen Geschmack etwas zu viel Situationskomik für das eigentlich ernste Thema Schwabenkinder.

Das Schicksal von Edna zeichnet die Autorin Romina Casagrande sehr authentisch auf. Der Roman ist flüssig zu lesen und ist durchaus spannend, da der Leser mitfiebert, ob Edna den Weg schafft und ein Wiedersehen möglich wird. Die Thematik mit den Schwabenkindern war für mich neu und ist ein sehr interessantes geschichtliches Thema, welches hier lebendig, anschaulich und zum Mitfühlen anregend vermittelt wird.

Ein ganz berührender Roman und trotz der etwas unglaubwürdigen Story sehr lesenswert.

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