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Mary Higgins Clark: Einsam bist du und allein

Ich bin ein Fan von den alten Agatha Christie Filmen. Ideen wie den Mord im Orientexpress oder Tod auf dem Nil finde ich toll. Schon die Kurzbeschreibung von Mary Higgins Clarks neuem Thriller „Einsam bist du und allein“ hat mich stark an Christie erinnert: „Nach einem privaten Drama braucht die Edelsteinexpertin Celia dringend eine Auszeit. Erleichtert nimmt sie die Einladung an, auf einem Kreuzfahrtschiff Vorträge zu halten. Dort freundet sie sich mit Lady Em an, einer reichen alten Dame, die eine unschätzbar wertvolle Smaragdkette besitzt. Drei Tage später, mitten auf hoher See, wird Lady Em ermordet aufgefunden – und die Kette ist verschwunden. Celia ist entschlossen, die Tat aufzuklären. Auch wenn die Liste der Verdächtigen immer länger wird. Und auch wenn sie sich ihres eigenen Lebens an Bord bald nicht mehr sicher sein kann.“

Neben Celia ist auch noch eine Hobbydetektivin Alvirah mit an Board. Beide kombinieren zusammen und jeder an Board ist – wenn auch manchmal nur kurz – verdächtig. Meine Vermutung, wer der Täter sein könnte, trat ein. Es ist nicht sehr schwer, den richtigen Verdächtigen auszumachen.

Das Büchlein liest sich schnell weg, denn es hat kurze, knackige Kapitel und viele Leerseiten (was es im Endeffekt dicker wirken lässt, als es ist.) Die Story ist stark an Christie angehaucht, es fehlt aber für meinen Geschmack deren Originalität. Die handelnden Figuren bleiben blass, der Roman hat keinen großen Tiefgang. Für mich auch ganz klar kein Thriller, hierfür fehlte der Spannungsbogen einfach. Die Bezeichnung solider Kriminalroman passt definitiv besser. Eines tut dieses Buch aber auf jeden Fall: es unterhält kurzweilig. Genau das, was ich von Mary Higgins Clark Büchern erwarte. Positiv hervorzuheben ist die schöne Haptik des Hardcover-Buches mit einer gelungenen Umschlagsgestaltung.

 

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