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Gabriella Ullberg Westin: Der Schmetterling

Ausgerechnet an Heiligabend wird Kriminalinspektor Johan Rokka zu seinem ersten Tatort gerufen. Er ist gerade erst in seinen Heimatort zurückgekehrt, aus dem er weg gegangen war, als seine große Liebe Fanny dort vor 20 Jahren spurlos verschwand. Er will diesen alten Fall nochmal nachgehen, aber muss sich zunächst einem aktuellen Mordfall widmen: Eine Frau wurde brutal mit mehreren Schüssen hingerichtet. Der Fall sorgt für Aufsehen, denn ihr Mann ist der berühmte Fußballspieler Måns Sandin. War sie das Ziel, oder wollte sich jemand an ihrem Mann rächen? Und wenn ja, warum?

Gabriella Ullberg Westin: Der Schmetterling. Buchvover.

Ein Mörder in Weihnachtsmannkostüm – ich fand, dass war ein perfekter Krimi für die Weihnachtszeit. Vor allem der Anfang ist sehr spannend gemacht ebenso wie die Auflösung am Ende. Leider verliert sich der Roman dazwischen sehr in Details, vielen Figuren und Verdächtigen sowie Nebenhandlungen. Dies macht das Lesen etwas langatmig.

Das Ermittlerteam besteht aus Johan Rokka, ein sehr von sich eingenommener Kommissar, der jede Frau erstmal taxiert; Pelle Almen, der als guter und netter Polizist fungiert und Janna, die Frau im Team, welche verschiedene Alleingänge wagt. Ein gutes zusammenarbeitendes Team sieht irgendwie anders aus. Einige Ermittlungsansätze sind zudem unrealistisch. Die Nebenermittlung zum alten Fall und die vielen handelnden Personen machen das Buch sehr langatmig und unübersichtlich. Die Idee, Schreibstil und der aktuelle Fall sind gut lesbar – wenn man von den Längen etwas absieht und einige Stellen überfliegt – dann ist „Der Schmetterling“ durchaus ein guter Schwedenkrimi (mit etwas Luft nach oben).

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