0 In blanvalet Verlag/ Thriller

Emelie Schepp: Weißer Schlaf.

Emelie Schepps Buch „Weißer Schlaf“ ist die Fortsetzung von ihrem Thriller „Nebelkind“. Leider wird dies so nicht beworben und auf dem Klappentext fehlt der Hinweis dazu. Das Problem für mich war nämlich, dass die Personen und Geschichten auf etwas aufbauten und ich am Anfang immer das Gefühl hatte, irgendetwas überlesen zu haben. Es gibt vor allem zu Beginn viele handelnde Personen und angerissene Geschichten – teils aus dem Polizeileben, teils aus dem Privatleben der Polizisten – so dass man ganz leicht den Überblick verliert.

Emelie_Schepp_Weißer_SchlafDran bleiben und durchkämpfen lohnt sich aber. Die Geschichte entspannt sich etwas und wird klarer. Die Handlung selbst bleibt aber rasant. Die Staatsanwältin Jana Berzelius nimmt dabei eine wichtige Rolle sowohl auf der ermittelnden Seite als auch auf der Täterseite ein. Dies macht den Roman einzigartiger, aber ein wenig unglaubwürdiger leider ebenso. Es entficht sich rund um zwei junge, drogenschmuggelnde Mädchen eine viel größere Geschichte mit Korruption in den höchsten Rängen der Polizei. Viele Wendungen und Einblicke in die Polizeiarbeit inklusive.

Der Roman ist flüssig geschrieben und hat viele kurze Kapitel, welche die Handlung aus Sicht von unterschiedlichen Personen erzählt. Man kann daher gut unterbrechen, gleichzeitig aber gut wieder einsteigen. Dank der Spannung liest es sich schnell, hat aber leider ein etwas offenes Ende und man behält einige Fragezeichen bezüglich mehrerer handelnden Personen zurück. Es wird also noch weitere Teile geben…

Ich kann nur empfehlen, den ersten Band „Nebelkind“ davor zu lesen, da ich annehme, man kann etwas schneller in die Geschichte finden, als wenn man gleich mit „Weißer Schlaf“ startet. Wer einen spannenden Thriller mit viel Polizeiarbeit und mehreren privaten Geschichten sucht, nicht vor düsterer schwedischer Landschaft zurückschreckt und einiges an Brutalität erträgt, dem ist der Roman durchaus zu empfehlen. Mir selbst waren es etwas zu viele handelnde Personen und am Ende eben wieder einige offene Fragen. Dies mag ich ja nun (bekanntermaßen) so gar nicht 😉 .

Teile diesen Beitrag!

Das könnte dich auch interessieren