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Anja Jonuleit: Die fremde Tochter

Ich habe mich anfangs sehr schwer getan mit diesem Buch und bin letztlich froh, durchgehalten zu haben. Die Geschichte fängt sehr harmlos und langsam an, um dann gegen Ende nicht nur mehr Fahrt sondern auch mehr Dramatik aufzubauen.

Lin Berwanger, die Hauptfigur, erfährt ein Familiengeheimnis und unter anderem dadurch auch, dass ihr Vater der TeemeisterMonsieur Cho ist. Sie sucht diesen kurz auf und verschwindet danach. Cho begibt sich auf die Suche nach ihr und lüftet Stück für Stück das Geheimnis.

Erzählt wird aus zwei Perspektiven – einmal die Familiengeschichte angefangen 1978 in Frankreich & China und die aktuelle Zeit mit der Suche von Cho nach seiner Tochter. Beide Zeitzonen werden ca. alle drei Seiten gewechselt. Also sehr kurze Abschnitte, was das schnelle Weglegen des Buches erlaubt. An manchen Stellen hat mich die „alte“ Geschichte mehr gefesselt und ich habe die Seiten der Suche eher überflogen. Monsieur Cho löste bei mir keine so richtige Fazination aus. Er blieb vor allem in der Beschreibung von 1979 eher blass und imHintergrund. Umso mehr kann man sich aber in das Leiden der Frauen der Familie Berwanger hineinversetzen und mitfühlen.

Die Beschreibungen der Teezubereitung nimmt einen großen Teil vor allem am Anfang des Buches ein und ist ein wenig ermüdend. Umso mehr lohnt es sich, weiter zu lesen und das auflösende Ende kennenzulernen.

Leseempfehlung 🙂

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