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Nora Roberts: Ein dunkles Geschenk

Also eines steht nach dem Buch fest – ich brauche eine Pause von Nora Roberts. Die Story ist interessant, die Protagonisten sympathisch, Spannung ist gegeben und trotzdem war ich ab Mitte des Buches irgendwie genervt von der heilen Welt. Das das Gute gewinnen wird, steht von vornherein fest und nimmt einem fast die Spannung. Man bleibt nur dran, weil man wissen will, wie die Hauptfiguren es schaffen, die Bösen zu besiegen. Dass sie siegen werden, zweifelt man an keiner Stelle im Roman. Wirklich anstengend fand ich aber die entstehenden Beziehungen und das man gleich zwei Heiratsanträge vom Stapel lassen mußte. Etwas weniger Dramatik hätte auch genügt und würde die Geschichte glaubwürdiger machen.  
Kurz zur Story an sich: Lila ist eine Vagabundin ohne festen Wohnsitz, die als Homesitterin und Autorin ihr Geld verdient. Während des homesittings beobachtet sie gern die Nachbarschaft. Eines Tages wird sie so Zeugin von einem Mord an einem Pärchen vom Haus gegenüber. Auf der Polizeistelle steht sie dann dem Bruder des Ermordeten gegenüber und freundet sich mit ihm an. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem Mörder und zunächst v.a. nach dem Grund von dem Mord. Die Nachforschungen führen sie in die Kunstsammler-Szene und schon bald besteht auch für ihr beider Leben äußerste Gefahr.
Wie schon anfangs erwähnt, steht bei Nora Roberts neben der kriminalistischen Geschichte ja auch immer die romantische Seite im Vordergrund. Die Liebesgeschichte nimmt einen großen Platz im Roman ein und macht die Mördersuche fast zum Nebenschauplatz. Man hat hier also eher einen Liebes-/Frauenroman vor sich als einen Krimi. Gut gemacht ist der Roman auf jeden Fall, da die Story ausreichend Spannung, gute Charaktere und viele Schauplätze hat. Für mich nicht das beste Roberts Buch, aber durchaus lesenswert für nette Unterhaltung auf dem herbstlichen Sofa oder im Urlaub am Strand.
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