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Sylvia - Buchbloggerin

diegeheimegeschichte

Buchbloggerin 📚
Feministische Literatur, Thriller, Sachbücher, Kochbücher

"Pina fällt aus" von Vera Zischke ist ein berühr "Pina fällt aus" von Vera Zischke ist ein berührender Roman, der lange nachhallt. Pina lebt gemeinsam mit ihrem 20-Jährigen Sohn Leo, der in seiner eigenen Welt lebt und ihre Unterstützung braucht. Eines Tages bricht Pina auf der Straße zusammen und kommt ins Krankenhaus. Doch wer kümmert sich nun um Leo? Er ist zu der Zeit bei der älteren Nachbarin Inge, die sich Hilfe von der jungen Zola und dem Nachbarn Wojtek holt, nachdem die Polizei ihr nicht wirklich weiterhelfen kann. Zusammen bilden die drei ein ungewöhnliche Gemeinschaft - jeder hat sein Päckchen zu tragen und doch schaffen sie es irgendwie, die Eigenheiten von Leo herauszufinden und ihn so gut wie möglich zu helfen.
Hier kommen ganz viele Themen zusammen, die aber nie klischeehaft behandelt werden. Angefangen von den unterbesetzten Hilfemöglichkeiten für pflegende Angehörige, Einsamkeit im Alter (Inge), Love-Scamming (Wojtek), Schulabbruch und keine Zukunftstidee (Zola) bis hin zu der extrem belasteten Pina, die immer nur funktioniert hat und nicht mehr auf ihre eigene Gesundheit geachtet hat. Nachdem sich die Hausgemeinschaft so einigermaßen kümmern kann, kommt trotzdem die Frage auf, ob Leo nicht in einer betreuten Wohneinheit besser aufgehoben ist. Und hier wird das Ganze wirklich gesellschaftskritisch. Pina merkt zurecht an, dass sie nicht möchte, dass Leo einfach versteckt wird. Sie möchte ihn am Leben teilhaben lassen, sichtbar sein - sprich: Inklusion. Mit viel Situationskomik, die aber nie ins Lächerliche abrutscht, erzählt Vera Zischke von diesem ganz wichtigem Thema. Ein wirklich rundherum gelungenes Buch und ganz wunderbar zu lesen. Mir sind alle Hausbewohner an Herz gewachsen. Eine unbedingte Leseempfehlung! #buchblogger #pinafälltaus #verazischke
Aktuelle Lektüre: "Im Leben nebenan" von Anne Sau Aktuelle Lektüre: "Im Leben nebenan" von Anne Sauer. Die Frage, wie wäre das Leben verlaufen, wenn man "anders abgebogen" wäre, ist ja durchaus interessant. Was bislang beim Lesen auf jeden Fall positiv auffällt, ist die Sprache. Einfach grandios. #currentread #lesenmachglücklich #lesen #bookstagram
"Im Herzen der Katze" von Jina Khayyer ist ebenfal "Im Herzen der Katze" von Jina Khayyer ist ebenfalls auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2025 gelandet und hätte - wenn es nach mir geht - auch auf die Shortlist gehört. So ein toller und unterhaltsamer Roman über die Geschichte des Irans! Man lernt soviel über die Geschichte des Landes und das Leben vor allem der Frauen so ganz "nebenbei". Die Rahmenhandlung beginnt damit, dass Jina zuhause in Deutschland die Meldungen über den Tod von Jina Mahsa Amini liest. Dies berührt sie umso mehr als das es die erste Frau mit denselben Vornamen ist, von der sie hört. Sie verfolgt die Proteste der Frauen, welche im Nachgang erfolgen. Mit dabei im Protestzug ihre Schwester Roya, die vor Jahren der Liebe wegen in den Iran zurückgekehrt ist und ihre Nichte Nika. Jina erinnert sich an ihren Besuch im Land im Jahr 2009. Sie beschreibt ihren damaligen Roadtrip, das Leben ihrer Schwester und ihre Begegnungen mit Frauen im Iran. Die Schönheit des Landes ist ebenso Thema wie die Härte des Mullahregimes. Ein wunderbar intensiver und bewegender Roman! #bookstagram #lesenmachtglücklich #longlistlesen2025 #deutscherbuchpreis #buchblogger
Heute gleich zwei Bücher der Longlist - das hat e Heute gleich zwei Bücher der Longlist - das hat einen einfachen Grund: Jonas Lüscher "Verzauberte Vorbestimmung" habe ich schon sehr früh abgebrochen. Ich habe überhaupt keinen Zugang zu diesem Roman gefunden und die Schachtelsätze, die ich eigentlich liebe, gaben mir den Rest. Hier kann ich also leider gar nichts weiter zu sagen 🤷‍♀️ Der Roman "Russische Spezialitäten" von Dimitrij Kapitelman hingegen liest sich recht leicht, ist witzig und gleichzeitig informativ. Im Mittelpunkt steht eine Familie aus Kiew, die in Leipzig ein Geschäft mit russischen Spezialitäten führt. Die Mutter verehrt Putin und liebt russisches Fernsehen/Radio, während der Sohn hadert - er liebt seine Mutter und Kiew...Er reist sogar mitten im Krieg zurück in die Ukraine und nimmt den Leser dabei mit. Ein Buch über Heimatgefühle und Liebe zur Familie. Kann man durchaus lesen, hat mich aber leider auch nicht wirklich umgehauen. #deutscherbuchpreis #bookstagram #lesenmachtglücklich #longlistlesen2025
Die „Ich“-Erzählerin wird von Ihrem Vater „ Die „Ich“-Erzählerin wird von Ihrem Vater „Motte“ genannt. Motte wächst in einer Arbeiterfamilie auf. Der Vater arbeitet hart, ist aber gleichzeitig (oder gerade deswegen?) Trinker. Im Laufe der Zeit wird dies immer mehr und es kommt noch Spielsucht dazu. Die Erzählung spielt in zwei Zeitebenen: einmal die Erlebnisse als junges Mädchen, wo Motte ihren Vater zum Beispiel aus der Spielhalle abholt, und als erwachsene Frau, wo sie bereits mehr trinkt als sie sollte. In kurzen Kapiteln bekommt der Leser einen intensiven Einblick in das Familienleben mit einem Alkoholiker. Der Einfluss des immer präsenten Alkohols holt die Tochter ein, sie beginnt schon als Kind auf dem Schützenfest mit dem Trinken und hat als junge Erwachsene Abstürze. Ihr Freund ist dabei keine wirkliche Hilfe, ist er doch selbst gut „mit dabei“. Nur der Bruder, der als Erzieher in einem Kindergarten gegenüber der Wohnung von Motte arbeitet, scheint es geschafft zu haben und kämpft nun, wo der Vater im Sterben liegt, mit und um Motte, dass sie ihren Abschied vom Vater und Alkohol schafft. Ein kurzes, aber umso intensiveres Buch über Alkoholismus und dessen Auswirkungen. Die Frage nach der Verharmlosung von Alkoholkonsum wird hier eindrücklich gestellt. "Das Schwarz an den Händen meines Vaters" von Lena Schätte ist ein absolut lesenswerter Roman! #lesenmachtglücklich #longlistlesen2025 #bookstagram #buchblogger #deutscherbuchpreis
Kaleb Erdmanns „Die Ausweichschule“ erzählt v Kaleb Erdmanns „Die Ausweichschule“ erzählt vom Amoklauf am Gutenberggymnasium 2002, welchen der Autor als Elfjähriger mit erlebt hat. Meine Erwartungshaltung an das Buch weicht leider sehr vom wirklichen Inhalt ab. Während ich den Fokus auf die Verarbeitung des Erlebnisses, die Tage / Wochen danach in der Ausweichschule gesehen habe, steht beim Autor zunächst mehr die Frage über das Schreiben des Buches selbst im Vordergrund. Es wird reflektiert, ob und wie man sich dem Thema überhaupt nähern kann, wie andere dies getan haben und wie er sich jetzt dabei fühlt. Es gibt durchaus Abschnitte, in denen es um die Schule, um das Erlebte und auch die psychologische Betreuung von Traumata geht, im Großen und Ganzen ging das für mich aber unter in den Erzählungen über den Schreibprozess, der Kunstinszenierung seiner Freundin mit rohem Fleisch (urgs) und den vielen gefüllten Gurkengläsern. Zusätzlich macht das Springen zwischen den verschiedenen Zeiten und Ereignissen ein Lesen unheimlich schwer. Ich brauchte immer sehr lange, um mich zu orientieren, an welcher Stelle der Geschichte / in welchem Erlebnis der Autor nun ist. Insgesamt habe ich mich leider nur durchgequält und der autobiographischen Roman konnte mich nicht für sich gewinnen. #longlistlesen2025 #bookstagram #buchblogger #lesenmachtglücklich #deutscherbuchpreis
Dorothee Elmiger hat mit "Die Holländerinnen" den Dorothee Elmiger hat mit "Die Holländerinnen" den Deutschen Buchpreis 2025 gewonnen. Der Roman ist aus einer ganz spannenden Perspektive geschrieben: Die Hauptperson hält eine Rede und erzählt dabei über Ihre Reise gemeinsam mit einem Regisseur und weiteren Darstellern und Filmcrew nach Panama zu dem Ort, an dem zwei Holländerinnen spurlos verschwanden. Der Regisseur möchte diese True Crime Geschichte "nachspielen" und so wandert die Gruppe durch den Wald. Dabei erzählen die verschiedenen Teilnehmer scheinbar völlige Random Geschichten aus Ihrem Leben, was zunächst irritierend bis - zugegeben - langweilig ist. Erst mit der Zeit wird deutlich, dass alle Geschichten das Motiv Angst gemeinsam haben und auch die Angst bzw. das Unwohlsein bei dieser Wanderung insbesondere in den Nächten steigt immer mehr an. Für mich nahm der Roman erst im letzten Drittel wirklich an Spannung auf und hat mich von da an aber umso mehr begeistert. Ich finde es hat durchaus den Preis verdient, ob es nun wirklich das Beste aus allen ist, darf man gern diskutieren :-) #longlistlesen2025 #deutscherbuchpreis2025 #lesenmachtglücklich
"Der tödliche Ausgang von Sport Verletzungen" von "Der tödliche Ausgang von Sport Verletzungen" von Milica Vuckovic hat einen Klappentext, der ein "witziges" Hinterfragen der großen Liebe ankündigt und das finde ich ganz und gar nicht gelungen. Ganz im Gegenteil - hier bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Das sollte einen aber nicht davon abhalten, diesen Roman zu lesen! Die Geschichte von Eva, welche früh einen Sohn bekommt, deren Ehe scheitert und die dann auf Viktor trifft und sich hoffnungslos verliebt, ist für mich erschreckend und bewegend zugleich gewesen. Zu Erleben, wie Eva ihr ganzes Glück Viktors Bedürfnissen unterordnet und dabei ihren eigenen Sohn vernachlässigt, tut weh. Dieser Roman bleibt hängen, beschäftigt einen auch noch Tage später und liest sich definitiv nicht witzig, dafür aber sehr schnell, da es wirklich toll geschrieben ist. #buchblogger #lesenmachtglücklich #bookstagram
Es waren wieder zwei sehr schöne Tage auf der Le Es waren wieder zwei sehr schöne Tage auf der  Leipziger Buchmesse 🥰  Definitiv gibt es jetzt genug Lesestoff. #lbm2025 #dumontverlag #kiwiverlag  #bloggerevents #lesenmachtglücklich
Mein Lesenachschub für Februar 🥰 Nicht wundern Mein Lesenachschub für Februar 🥰 Nicht wundern über die Menge - ich pendle jeden Tag 3 Stunden, da ist meine Lesezeit. Bücher alle aus der wunderschönen neuen Ernst-Abbe-Bücherei Jena @eabjena ausgeliehen. Immer ein Besuch wert 👏
Nun ist nur noch die schwere Entscheidung, mit welchem Buch ich anfange 😮

*André Kubiczek: Nostalgia
*Giulia Caminito: Das große A
*Doris Wirth: Findet mich
*Eva Reisinger: Männer töten
*Getraud Klemm: Einzeller & Hippocampus
*Melissa Broder: Muttermilch
*Brigitte Reimann: Katja

#bookstagram #lesenmachtglücklich
Meine Januar Lesehighlights & Flops Teil 2 „Aut Meine Januar Lesehighlights & Flops Teil 2

„Automaton“ von Berit Glanz – Gegenwartsroman über die Folgen der Digitalisierung des Lebens. Die junge Mutter Tiff kann wegen einer Angststörung kaum die Wohnung verlassen und ist deswegen froh über ihren Onlinejob als „Automa“. Sie erledigt unglaublich langweilige PC-Arbeiten wie Gedichte einer KI bewerten und Überwachungsvideos beobachten. Der Job wird extrem mies bezahlt, aber eine Alternative hat sie nicht. Gemeinsam mit anderen Mitarbeitern beobachtet Sie eines Tages ein Verbrechen und macht sich trotz Geheimhaltungsvorgaben auf die Suche nach dem Opfer. Ein bisschen Fantasie braucht es und man sollte nicht einen klassischen Krimi erwarten. Es ist eher ein Roman, der einmal mehr die prekäre Arbeitssituation von Alleinerziehenden thematisiert. Kapitel sind kurz, einfach zu lesen und ab etwa Mitte des Buches auch ein gewisser Spannungsbogen. Ganz nett 😊

„Die Möglichkeit von Glück“ von Anne Rabe – ein Roman über die Wendezeit und eine Auseinandersetzung mit der DDR. Es liest sich so weg, mir hat aber irgendwie der rote Faden gefehlt. Immer, wenn es spannend wird, kommen nur Andeutungen wie z. Bsp. eines möglichen Missbrauchs, der dann aber nicht weiter aufgeklärt wird. Ich konnte das hohe Lob auf diesen Roman leider nicht nachvollziehen. 

„Wut und Böse“ von Ciani Sophia Hoeder – abgebrochen. Die Kurzbeschreibung verspricht viel Gutes, es wiederholt sich aber unheimlich viel und es war mir damit einfach zu langwierig. Etwas wirklich neues gab es bis zu 2/3 des Buches auch für mich nicht. Schade, ich hatte mir mehr erwartet.

„Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe“ von Doris Knecht – ein Titel, der auffällt und neugierig macht. Nicht unbedingt das beste Buch von Doris Knecht, aber wenn man an einem ähnlichen Lebenspunkt ist – die Kinder werden erwachsen, ziehen aus, man reflektiert über die eigene Stellung in Kindheit/Familie, man überlegt, wie es weitergeht, ob man sich räumlich „verkleinern“ soll/muss – dann spricht es einen irgendwie an. Man kann die Gedanken nachvollziehen, man verzeiht das Hin-und Herspringen. Kann man lesen, muss man aber nicht.

#bookstagram #lesenmachtglücklich
Aktuelle Zuglektüre: Iris Wolff "Lichtungen" 🤗 Aktuelle Zuglektüre: Iris Wolff "Lichtungen" 🤗 #bookstagram #lesenmachtglücklich #klettcottaverlag #pendelnmitderbahn
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